26.11.2014

Interreg IV-Projekt „Bacchus“ erfolgreich beendet - Grenzüberschreitende Forschung zur umweltschonenden Bekämpfung von Rebkrankheiten und für einen nachhaltigen Weinbau. (02.12.14)

13 deutsche, französische und schweizerische Forschungseinrichtungen kooperierten zweieinhalb Jahre lang - Ergebnisse unter www.bacchus-science.eu
Neben dem falschen Mehltau, der durch die Algenpilzart ‚Plasmopara viticola‘ hervorgerufen wird, standen die pilzlichen Holzkrankheiten wie Esca oder die durch Viren verursachte Reisigkrankheit im Mittelpunkt einer bisher beispiellosen grenzüberschreitenden Kooperation von Forschungseinrichtungen am Oberrhein. Möglich gemacht wurde die Kooperation durch ein Interreg IV Programm, das nach zweieinhalb Jahren im Dezember 2014 zum Abschluss kommt. Insgesamt standen den Forscherinnen und Forschern genau 3.088190,00 € zur Verfügung, die Hälfte der Summe stammt dabei aus Fördermitteln des Interreg IV Programms.

Projektträger des Interreg IV-Vorhabens war dabei das Staatliche Weinbauinstitut (Abteilung Biologie) in Freiburg, an dem Prof. Hanns-Heinz Kassemeyer und Projektmanagerin Dr. Henriette Gruber die einzelnen Forschungsvorhaben bei Projekttreffen koordinierten, die Abwicklung des Mitteltransfers vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gewährleisteten und die erzielten Forschungsergebnisse zusammenführten.
Das Gesamtbudget sowie der Finanzierungsplan wurden eingehalten.
In regelmäßigen Abständen wurden Newsletter veröffentlicht und die erforderlichen Berichte an Interreg geliefert.

Zu den Einrichtungen, die das Projekt finanziell trugen, gehören:
Die Albert-Ludwigs-Universität, Institut für Biologie, (Freiburg), das CNRS - Institut de Biologie Moléculaire des Plantes, (Strasbourg), das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz, Abteilung Phytomedizin, (Neustadt a. d. W.), die INRA , UMR 1131 Santé de la Vigne et Qualité du Vin, (Colmar), das Julius-Kühn-Institut, Institut für Rebenzüchtung, (Siebeldingen), das Karlsruher Institut für Technologie, Botanisches Institut, die Université de Haute-Alsace, Laboratoire Vigne Biotechnologies et Environnement, (Mulhouse) und das Staatliche Weinbauinstitut, Abt. Biologie, (Freiburg). Weitere beteiligte, nicht-kofinanzierende Partner sind die schweizerische Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil, das Forschungsinstitut für biologischen Landbau, das Institut Français de la vigne et du vin sowie das Regierungspräsidium Freiburg und das Zentrum für Mikroskopie der Universität Basel.

Damit waren alle Universitäten und Forschungseinrichtungen in der grenzüberschreitenden Metropolregion Oberrhein beteiligt, die sich mit der Forschung im Bereich Biologie von Krankheitserregern von Pflanzen, Züchtungsforschung und nachhaltigen bzw. biologischen Bekämpfungsverfahren von Krankheiten im Weinbau beschäftigen.
Durch den Austausch von wissenschaftlichem und technischem Personal wurden gemeinsame Forschungsarbeiten zur Sicherung von Ertrag und Qualität der Weinrebe durch nachhaltigen bzw. biologischen Pflanzenschutz durchgeführt. Methoden sowie apparativen Einrichtungen konnten gegenseitig genutzt werden. Das stabile grenzüberschreitende Netzwerk wird auch nach Beendigung des Projekts weiter bestehen.
Beim Projekt konnten neue wissenschaftliche und praxisbezogene Ergebnisse und
Erkenntnisse zu den frühen Infektionsstadien der wichtigsten Krankheiten der Weinrebe, vor allem Rebenperonospora und Viruskrankheiten (Reisigkrankheit) gewonnen werden. Diese Ergebnisse dienen als Grundlage für neue Ansätze zur biologischen Bekämpfung dieser Krankheiten. Erste nachhaltige Bekämpfungsstrategien als Resultat aus dem Projekt wurden bereits entwickelt. Für die Züchtung krankheitsresistenter Rebsorten sind die gewonnenen Erkenntnisse von fundamentaler Bedeutung. Zunutze macht man sich dabei neuentdeckter Resistenzmechanismen der Pflanzen, was die Züchtungsarbeit erheblich beschleunigt.

Über die Ergebnisse der wissenschaftlichen Kooperation wurde im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit bei zahlreichen Veranstaltungen für Fachleute und die Öffentlichkeit berichtet. Eine Reihe von wissenschaftlichen Artikeln in internationalen Fachjournalen und in Fachzeitschriften für Winzer sowie in Publikumsmedien wurden zum Thema veröffentlicht, ebenso beteiligte sich das Bacchus-Projekt an Tagen der Offenen Türen in den Instituten und an den Sciences Days und der Fête de la science.
Die wissenschaftlichen Ergebnisse sind unter www.bacchus-science.eu im Internet verfügbar.
Der Internetauftritt ist mit drei unterschiedlichen Navigationen ausgestattet, die gezielt interessierte Weinkenner, Weinbaupraktiker und Wissenschaftler ansprechen.


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Ansprechpartner:
Prof. Dr. Hanns-Heinz Kassemeyer (Projektleiter)
Dr. Henriette Gruber (Projektmanagerin)
C/o Staatliches Weinbauinstitut Freiburg, Merzhauser Str. 119, D – 79100 Freiburg,
+49 (0) 761 40165172, henriette.gruber@wbi.bwl.de
www.bacchus-science.eu



Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Ansprechpartner

Pressebüro mwk - Hubert Matt-Willmatt, djv -- Beate Kierey, djv
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Freiburg
tel: + 49 761 - 69 66 417 oder 0175 - 51 50 892
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