Siebter Tag: Schloss Ambras, Stift Stams, Bludenz und Freiburg



Stams Auf der Heimfahrt von Innsbruck nach Freiburg - was gibt es noch zu sehen?

INNSBRUCK

Heute heißt es, nach einem opulenten Frühstück im Maximilian und dessen im Tiroler Stil neu eingerichtetem Frühstücksraum, die Rückreise anzutreten.

Es sind genau 372 km bis nach Freiburg – mit Einbeziehung der im Elsass gelegenen habsburgischen Erinnerungsorte haben wir auf der Hinfahrt natürlich weitaus mehr Kilometer zurückgelegt. Zudem hatten wir nicht alle Orte entlang der Strecke von Freiburg / Ensisheim nach Innsbruck besucht und besuchen können, die mit den Habsburger in Verbindung standen.
Und noch eine Bemerkung: Die Strecke und Besichtigungen, die wir in einer Woche unternommen haben, bieten Stoff für mindestens drei Wochen informatives und bereicherndes Reisen auf der VIA Habsburg.

Unterwegs wollen wir aber doch noch ein paar Zwischenstationen einlegen – aus dem Parkhaus heraus, dessen erstaunlich geringe Tagesgebühr von 13 € im Hotel Penz bezahlt werden muss, einem modernen Stadthotel, das mit dem Maximilian verbunden ist.
Das Navi leitet durch die Straßen mit gewachsener Baustruktur – hier war im Krieg wohl nichts zerstört worden. Unübersehbar das Bergisel Sprungstadion mit seinem 50 m hohen Sprungturm, der über die Igler Straße anzufahren ist. Kommt man den Berg wieder hinunter, gehts auf der anderen Seite in die Schlossstraße zu Schloss Ambras.


SCHLOSS AMBRAS
(Schlossstr. 20, A - 6020 Innsbruck, + 43 1 525244802, info@schlossambras-innsbruck.at, www.schlossambras-innsbruck.at)

1363 kam die mittelalterliche Burg an die Habsburger und Maximilian nutzte das repräsentative Anwesen als Jagdschloss. Es liegt am südlichen Stadtrand von Innsbruck und in direkter Nähe der Autobahnausfahrt Innsbruck-Mitte. Die Trasse der Inntal-Autobahn wurde wahrscheinlich entlang einer alten Handelsstraße errichtet und das Schloss gewährte über sie seit ihrer Erbauung im 11. Jahrhundert einen ungehinderten Blick und damit die Kontrolle.

Seine Blüte erlebte das Anwesen mit Erzherzog Ferdinand II, der es im 16. Jahrhundert im damals modernen Renaissancestil ausbauen ließ.
Am 17. Januar 1567 hielt er als Landfürst von Tirol Einzug in Innsbruck. Er übertrug seiner aus dem Bürgertum und damit nicht standesgemäßen Frau Philippine Welser, die er heimlich heiratete und die in der Silberkapelle der Hofkirche bestattet liegt, das Schloss Ambras.
Von 1572 – 1583 begründete er dort seine außergewöhnliche ‚Kunst- und Wunderkammer‘, einen Museumsbau, in dem man die damalige Sammlung noch unversehrt bewundern kann. Er war damit, wie Dr. Armin Berger, zuständig für Kommunikation und Marketing von Schloss Ambras ausführt, einer der größten Sammler aller Zeiten und begründete mit seiner Sammelleidenschaft das älteste Museum der Welt.
Darunter auch ein Modell des ersten ‚Rhinoceros‘ / Nashorns, das einige Jahre zuvor (1515) Maximilian vom portugiesischen König geschenkt worden sein soll – Albrecht Dürer hat es in einem Holzschnitt festgehalten.
2017 wird ein bedeutendes Gedenkjahr - denn den Jahrestag des Einzugs Ferdinands II in Innsbruck vor 450 Jahren begeht das gesamte Land Tirol mit einem 'Ferdinandjahr' und auf Schloss Ambras wird am 14. Juni, dem Geburtstag des Herrschers, eine Sonderausstellung eröffnet. (15. Juni - 8. Oktober 2017). Diese Ausstellung wird dann vom 3.11.2017 bis zum 26.2.2018 in Prag in der Winterreitschule des Palais Waldstein gezeigt werden.

1738 wurde ein junges Nashorn von Douwe Mout, einem Niederländer in seine Heimat gebracht – auf einer Reise mit dem Tier führte er es über Berlin, wo Friedrich II von Preußen es bestaunte, bis nach Wien. Franz I und Maria Theresia ließen es sich am 5. November 1746 ebenfalls nicht nehmen, den Weg von Schönbrunn in die Innenstadt auf sich zu nehmen, um das wundersame Tier anzuschauen.

Die Besucher der heutigen Zeit erfreuen sich an der weitläufigen Parkanlage des Schlosses und der riesigen Waffensammlung sowie an der Porträtsammlung der Hasbsburger, die die Herrscher von 1450 bis 1750 umfasst. Während der Napoleonischen Kriege wurden Teile der Sammlung ausgelagert und befinden sich heute im Kunsthistorischen Museum in Wien. Danach dient das Schloss militärischen Zwecken, als Kaserne und Militärkrankenhaus.
Einen neuerlichen Glanz versprach man sich in Innsbruck, als Erzherzog Franz Ferdinand sich1913 entschloss, Ambras zu seinem Sommersitz zu wählen. 1914 wurde er in Sarajewo ermordet – der Erste Weltkrieg begann und die Monarchie wurde abgeschafft. Das Schloss ist deshalb heute in Besitz des Landes Österreich und wird als Bundesmuseum geführt.
Mit den Ambraser Schlosskonzerten und weiteren Veranstaltungen wird der Ort über das Museale hinaus belebt.



STIFT STAMS

Ferienregion Sonnenplateau Mieming & Tirol Mitte, Untermarktstraße 1, A 6410 Telfs, info@sonnenplateau.net, www.sonnenplateau.net, +43 5262 / 62 245

Verwaltung Stift Stams, Stiftshof 1, A 6422 Stams, +43 5263 / 62 42, verwaltung@stiftsamt.at, www.stiftstams.at


1273 wurde Stams vom Begründer des Lands Tirol, Graf Meinhard II gestiftet. Durch zielgerichtete und mit allen Mitteln durchgesetzte Politik gelang es ihm ein einheitliches tirolerisches Herrschaftsgebiet. Auch es wurde 1363 habsburgisch und war seit 1477 Grablege der Tiroler Landsfürsten, die von Tirol aus das vorderösterreichische Habsburgerreich regierten.

Der Zisterzienser-Orden, der das Kloster bewohnt und mit ca. 30 Angestellten betreibt, ist neben den strengen viermaligen Chor-Gebetszeiten, in zahlreiche praktische Aktivitäten eingebunden. Es gibt einen Klosterladen, in dem u.a. die selbst gebrannten Schnäpse verkauft werden – eine Bäckerei und eine Obstbaumanlage mit 2000 Bäumen, ein Restaurant, die Organisation von individuellen Klosteraufenthalten, unterschiedliche Bildungseinrichtungen, wie das Meinhardinum an dem 60 Lehrkräfte beschäftigt sind und Führungen durch die Klosteranlage.
Anziehungspunkt ist zweifellos die Klosterkirche. Im Rosengitter zur Heilig-Blut-Kapelle mit seinen 80 Rosen soll keine der anderen gleichen und der Künstler Bernhard Bachnetzer ab 1710 sechs Jahre gearbeitet haben….
Der erste Eindruck in dieser barockisierten Kirche ist ‚GOLD‘ – überall glitzert es golden in der Morgensonne, die durch die Fenster hereinbricht.
Der Blick ins Kircheninnere wird ‚verstellt‘ durch eine Kreuzigungsgruppe mit dem gekreuzigten Christus, Magdalena, Maria und dem Evangelisten Johannes . Sie steht hinter der in den Boden eingelassenen Fürstengruft, dem Österreicher Grab. Lebensgroß und natürlich vergoldet stehen die Landesfürsten um die Grablege, darunter auch Meinhard II. und Kaiserin Maria Bianca Sforza, der zweiten Frau von Maximilian I.
Der hintere Kirchenraum wird bestimmt vom 19 Meter hohen Hochaltar, der in der sog. Lebensbaumkonzeption von Bartholomäus Steindle zwischen 1609 – 13 geschaffen wurde. 84 vergoldete Figuren bilden von einem dicken Baumstumpf ausgehend in zahlreichen Verästelungen die für den Glauben wichtigen und bedeutenden Personen ab. Bedeutendste Figur ist Maria mit ihrem Sohn Jesu – auch in den Deckengemälden ist das Leben Marias dargestellt. Die Gemälde schuf Georg Wolcker (1730 – 1734) – die Stuckarbeiten führte in dieser Zeit Franz Xaver Feuchtmayr aus.
Der Mönchschor, die Chororgel und die Kanzel sind weiter barocke Schmuckstücke. In der Prälatur steigt man über eine Treppe zum Bernharditrakt mit seinem zweigeschossigen Bernhardisaal hinauf. Niemand andere als Gumpp Vater und Sohn waren von 1719 – 1729 für die Ausführung verantwortlich, bei der die Decke von einer rechteckigen Öffnung durchbrochen ist, die in einen reich geschmückten Aufsatz mündet. Der Gieble trägt das Stiftswappen von Stams.

Die Zisterzienser sind stolz darauf, dass sie mit dem doch recht großen Gebäudekomplex energieautark sind. Möglich ist das durch zwei stromliefernde Wasserkraftwerke und einer wärmeliefernden Hackschnitzelanlage, deren Holz aus dem stiftseigenen und 700 ha großen Wald stammt.



BLUDENZ

(Alpenstadt Bludenz Tourismus, Werdenbergstr. 42, A – 6700 Bludenz, tourismus@bludenz.at, www.bludenz.travel, + 43 (0) 555263621790)

Der Verkehr rauscht auf der Autobahn an Bludenz vorbei – dabei kann man doch hier nicht nur so günstig tanken.
1394 kam die Stadt, wie auch Feldkirch, durch Kauf an den Habsburger Herzog Leopold III.
Herzog Friederich IV gelangte auf seiner Flucht vom Konzil in Konstanz am 30. März 1416 an das Obere Tor von Bludenz und begehrte Einlass. Er war ja in Acht und Bann geschlagen worden und damit rechtlos! Doch die Bludenzer öffneten in ihrer Huld großzügig das Tor und bewirteten ihn im Gasthaus zur Krone, was in Sagen bis heute erzählt wird. Da er nicht umsonst den Beinamen ‚mit der leeren Tasche‘ trug, bestätiget er den Bludenzern zum Dank ihre Rechte. Von Bludenz und von Freiburg aus wurden die vorderösterreichischen Lande danach abwechselnd verwaltet.
Sichtbare Spuren an die Habsburger gibt es nicht mehr – dafür durchzieht ein kakaohaltiger Duft die Stadt. Plötzlich ist ein riesengroßes ‚Milka‘-Schild zu sehen…. 1888 begann die Firma Suchard mit ihrer Schokoladenproduktion und veranstaltet alljährlich ein ‚Milka Schokofest‘, was die Stadt als Schokoladenstadt bekannt werden ließ, obwohl hier auch das Textilunternehmen Getzner seinen Sitz hat.
Einen Kaffee und schmackhaften Kuchen wählten wir im Café Konditorei Dörflinger in der Marktstraße 10 aus. Seit 1907 werden hier ununterbrochen leckere Köstlichkeiten hergestellt. Im zweiten Stock wurden bei einer Erweiterung gewölbeartige Decken eingezogen, die mit Bildern bemalt sind, die die historische Vergangenheit wieder aufleben lassen. Ein Umbau ist geplant, wie der aktuelle Besitzer Gerd Ronacher ausführt, doch die Deckengemälde werden bleiben. „Kaffeehausstil mit klassischem Touch“ – so soll es bleiben!

Bei der Ausfahrt aus dem Städtchen stoßen wir wie überall auf der Reise in Österreich auf die Wahlplakate der beiden Spitzenkandidaten zur Bundespräsidentenwahl, die nach ihrer Annullierung wiederholt werden muss, aber nun, aufgrund von nicht klebenden Briefwahlunterlagen, verschoben. Eine Posse, die auch die Tiroler mit ihrem ‚Schmäh‘ überziehen.

Über die Autobahn fahren wir Richtung Freiburg und kommen noch einmal, aber dieses Mal 'unter' der Habsburg durch....


FREIBURG
FWTM - TI, Rathaus, D – 79098 Freiburg, + 49 (0) 761 201 2590, touristik@fwtm.de, www.freiburg.de

Wieso trägt die wichtige Freiburger Einkaufsstraße, die Kaiser-Joseph-Straße diesen Namen, obwohl man in Deutschlands ja nie einen Kaiser mit einem solchen Namen hatte? Richtig, die Habsburger, denn die Kajo, wie man sie hier liebevoll nennt, geht direkt in die Habsburgerstraße über…

Die 1091 begründete Zähringerstadt erlangte 1120 das Marktrecht. 1368 kam sie an die Habsburger und blieb es bis 1806!

Am Schnittpunkt der Kaiser-Joseph und der Habsburgerstraße steht auf der einen Seite die Karlskaserne, die an Freiburg als langjährige Garnisonsstadt erinnert. Freiburg war 1651 Sitz der vorderösterreichischen Regierung geworden und gefährlich nahe an Frankreich gelegen. Immer mehr Soldaten wurden hier konzentriert, alleine es fehlte an Kasernen. Recht spät wurde die Karlskaserne zwischen 1773 und 1776 errichtet und erinnert in ihrer Namensgebung an Erzherzog Karl und seine Siege 1795/96 über die französischen Revolutionstruppen, an denen auch die Freiburger Bürgerwehr beteiligt war.
Direkt vor dem Gebäude stand das Siegesdenkmal, das Kaiser Wilhelm I am 3. Oktober 1876 einweihte und das an den ‚glorreichen‘ Sieg über den Erbfeind Frankreich erinnern sollte. Der Platz erhielt den Namen des deutschen Kaisers, er geriet aber völlig in Vergessenheit – allerdings behielt der Kaisersaal im Historischen Kaufhaus noch seinen Namen und erinnert damit an diesen Besuch. 1963 hatte man das Siegesdenkmal bei der verkehrsbedingten Umgestaltung des Platzes weiter nach Westen versetzt – eine neuerliche Umgestaltung 2016 führte zu einer (zeitweiligen?) Entfernung und entfesselte eine Diskussion um den Stellenwert ‚kriegerischer‘ Denkmäler.
Einen militärischen Hintergrund hat auch die ‚Alte Wache‘, die als Stadtwache der österreichische Garnisonstadt diente, - in den 1950er Jahren zu einem Pissoir umgebaut wurde und nun, an prominenter Stelle am Münsterplatz, das Haus der badische Weine beherbergt.

Herausragende Ereignisse der Habsburgerzeit sind sicherlich die Gründung der Universität 1457 durch Albrecht IV und der Reichstag, den Maximilian I. 1498 in Freiburg abgehalten hat. (Vgl. Hrsg. Hans Schadek, Der Kaiser in seiner Stadt – Maximilian I. und der Reichstag zu Freiburg 1498, Freiburg, 1998). Zahlreiche rechtliche Regelungen wurden beschlossen – sichtbar sind die Kaiserfenster im Münster geblieben!

Das Historische Kaufhaus wurde ab 1518 neu erbaut und um 1530 von Sixt von Staufen mit den die Wappen aller habsburgischen Länder verziert. Als Standbilder sind die österreichischen Herrscher an der Außenfassade angebracht und zeigen die Verbindung zur Dynastie. (Vgl. Peter Kalchthaler, Freiburg und seine Bauten, Freiburg, 4. Aufl. 2006).

Wappen der Habsburger findet man am Hauptportal und am Giebel des Alten Rathauses und am Basler Hof, Sitz des Regierungspräsidenten, der Regierungspräsidentin von Südbaden. Den Rathausgiebel zieren auch die Wappen von Freiburg, Niederöstereich und dem Oberelsass – Freiburg hat sich früh mit Innsbruck in einer Städtepartnerschaft zusammen gefunden.

Am 4. Mai 1770 markierte der Brautzug der 15-jährigen Marie Antoinette (1755 -1794) einen weiteren Höhepunkt in der Verbindung der Stadt zum Herrscherhaus. (Vgl. Hrsg. Peter Kalchthaler, Walter Preker, Freiburger Biographien, Freiburg, 2002). Mit großem Pomp wurde die Delegation aus 250 Personen, 57 Wagen, 450 Reit- und Zugpferden von einem Triumphbogen, den der Baumeister Christian Wentzinger entworfen hatte und den Honoratioren der Stadt empfangen. Zwei Nächte blieb die zukünftige französische Königin in Freiburg, allerding ist ihre Unterkunft, das Kagenecksche Haus beim Bombenangriff am 22. November 1944 zerstört worden.

Einziges sichtbares Überbleibsel an den Besuch ist eine silberne Ewiglichtlampe in der Abendmahlskapelle des Münsters, sie ist ursprünglich ein Geschenk Marie Antoinettes an die Wallfahrtskirche in Burgau, kam aber dann beim Besuch Joseph II 1789 nach Freiburg. (Vgl. Stefan Zweig, Marie Antoinette – Bildnis eines mittleren Charakters).

Maria Antonia kam als 15. Kind ihrer Mutter Maria Theresia (1717 – 1780) zur Welt – 16 Kinder hatte sie in der Ehe mit Franz I. Stephan zur Welt gebracht.
Als Tochter Karls VI. war sie eine der mächtigsten Habsburgerinnen überhaupt – auch in Freiburg ist eine Straße nach ihr benannt. Zu ihrem 300. Geburtstag finden vom März bis November 2017 in Österreich einige Ausstellungen statt, so in der Kaiserlichen Wagenburg, im Möbel-Museum, in der Österreichischen Nationalbibliothek (alle in Wien), im Schloss Hof und im Schloss Niederweiden.

Noch eine Episode der Beziehung Freiburgs zu Österreich ist berichtenswert – denn Freiburg hatte große Mühe sich in das neugebildete, zudem evangelische Großherzogtum Baden einzugliedern. Die Vorbehalte verkörperte der letzte vorderösterreichische Statthalter Hermann Joseph Edmund Nepomuk Tröndlin von Greiffenegg (1737 – 1807). Er ließ sich ab 1790 das Greiffenegg-Schlössle erbauen, dies wohl wegen der herausragenden Lage und der Aussicht wegen, aber auch auf historischem Grund. Das Gebäude wurde auf den ehemaligen französischen Festungsanlagen von Vauban errichtet – Österreich hatte symbolisch gesehen obsiegt und zudem zuvor waren hier die (katholischen) Zähringer ansässig, ein ebenso respektables Herrschergeschlecht wie die Habsburger.

Die Umwälzungen der europäischen Landkarte durch die Folgen der französischen Revolution bzw. Napoleons, bringen Herkules II. von Modena von 1803 – 1806 die Herrschaft über den Breisgau, die dieser aber an seinen Schwiegersohn Erzherzog Ferdinand von Österreich weiter reicht. Obwohl sich das Herzogtum Modena im immer wieder aufflackernden Konflikt zwischen Frankreich und Österreich für neutral erklärte, wurde der Breisgau von französischen Truppen besetzt. Napoleon machte 1805 im Frieden von Preßburg kurzen Prozess und übergab durch seinen General Morand das Gebiet und die Stadt Freiburg an das badische Herrscherhaus.
Greiffeneg konnte sich an seinem Altersruhesitz auf historischem Boden, den er 1805 bezog, nicht lange freuen, denn er verstarb bereits 1807, den gewaltsamen Übergang an das Haus Baden hatte er nicht verkraftet.
Der badische Großherzog versuchte die neu gewonnenen Untertanen zu versöhnen, indem er die Abstammung des badischen Hauses von den Zähringern betonte und sich als ‚Herzog von Zähringen’ bezeichnete. Doch noch 1814 und im Umfeld des Wiener Kongresses machten sich nicht nur die Freiburger Hoffnungen auf eine Rückkehr zum Hause Österreich und schickten zu den Verhandlungen in das nahe Basel eine Delegation, um ihrem Wunsch Nachdruck zu verleihen.


Im Museum für Stadtgeschichte, (Münsterpl. 30) wirkt Peter Kalchthaler, ein wahrer Spezialist und Kenner der Freiburger Geschichte!

Freiburg feiert ja 2020 eine 900-Jahrfeier, die auf die Verleihung des Marktrechts durch die Zähringer 1120 zurückgeht – das Festjahr wird geplant unter der Leitung der ehemaligen Theaterchefin Barbara Mundel – man darf gespannt sein, wie die fast 500-jährige Geschichte der Zugehörigkeit zu Österreich ihren Niederschlag findet…


Im Anhang sind alle Orte alphabetisch aufgelistet, die ebenfalls entlang der VIA Habsburg liegen und natürlich ebenso einen Besuch lohnen - .

CH Aarau
F Abtei Murbach
F Altkirch
D Bad Krozingen
D Bad Waldsee
F Bergheim
CH Bremgarten
CH Brugg
F Burg Hohlandsburg
F Burg Ortenbourg
CH Burg Stein über Baden
A Burg Tratzberg (Maximilianszimmer mit Stammbaum)
F Colmar
A Dornbirn
D Eschbach / Markgräflerland
D Feldberg
F Haguenau
A Hall (Saline, Bergbaumuseum - Rathaus)
D Hinterzarten
F Mulhouse
CH Muri
D Radolfzell
A Rattenberg
F Ribeauvillé
CH Schaffhausen
A Schwaz
F Sélestat
D Staufen
F Strasbourg
CH Schloss Wildegg
(A Schloss Hof)
F Ungersheim
CH Wettingen
CH Windisch



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